Der Dorfrundweg: Neuburg bei einem Spaziergang entdecken


Der ausgeschilderte Weg mit einer Länge von ca. 6,5 km führt an insgesamt 8 Stationen mit Orientierungstafeln durch Geschichte, Alltag und Landschaft Neuburgs – vom Ortskern bis in die Rheinauen.

Station 1: Rathausplatz

Der historische Mittelpunkt des Ortes: Rathaus, Kirchen, Schiffermast, Kriegerdenkmal und das Rheinauenmuseum liegen hier beieinander. Eine Hochwassermarke am Rathaus erinnert an die Silvesternacht 1882/83, als das Wasser über zwei Meter hoch in den Straßen stand.

Station2: Dorfplatz

Früher Standort der Dorfwaage und einer alten Schmiede – heute eine gepflegte Parkanlage, die Bürgerinnen und Bürger in Eigenregie gestaltet haben. Das alte Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr ist noch heute zu sehen.

Station 3: Fachwerkhäuser

Neuburg besitzt einige der ältesten Fachwerkhäuser der Region. Besonders sehenswert ist das Ensemble in der Rheinstraße Ecke Kehlstraße. Das berühmte „Schiefe Haus“ von 1721 steht heute im Freilichtmuseum Bad Sobernheim

Station 4: Straßennamen und ihre Herkunft

Die Straßennamen erzählen Dorfgeschichte: Die Kaffeegasse erinnert an Schiffer Philipp Jakob Weisenburger, der 1790 erstmals Bohnenkaffee nach Neuburg brachte. Webergasse, Grabengasse und Schustergasse zeugen von längst verschwundenen Handwerksberufen

Station 5: Rheinfähre und Dammwache

5 – Rheinfähre und Dammwache
Seit dem Mittelalter verbindet eine Fähre Neuburg mit dem gegenüberliegenden Ufer. Seit 1984 verkehrt die Autofähre „Baden-Pfalz“ täglich. Die Dammwache sorgt bis heute für den Hochwasserschutz des direkt am Rhein gelegenen Ortes

Station 6: Lautermuschel, Lotsen und Schließe (Einkehrmöglichkeit)

Hier lag einst die Lotsenstation, von der aus Neuburger Schiffslotsen die Rheinschifffahrt begleiteten. Die „Lautermuschel“ – heute ein ehemaliges Frachtschiff von 1907 – ist Restaurant und Schifffahrtsmuseum zugleich. Die Schließen rund um Neuburg dienten der Entwässerung und waren auch für die Fischerei bedeutsam.

Station 7: Der Rheinverlauf

Neuburg war einst rechtsrheinisch. Ein Rheindurchbruch zwischen 1592 und 1595 verlieh dem Ort eine Insellage, bevor er 1657 endgültig auf die linke Rheinseite wechselte. Die alten Altrheinschleifen sind heute ein wertvolles Naturschutzgebiet mit Sumpfgebieten, Seen und Teichen.

Station 8: Zoll und Bahnstrecke

Neuburg war jahrhundertelang eine wichtige Zollstation am Rhein. Das alte Zollhaus erinnert daran. Der Bahnhof wurde 1876 eröffnet und verbindet Neuburg seit 2002 wieder täglich mit Wörth und Lauterbourg im Elsass.

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